Wir bedienen täglich Software-Systeme, am Arbeitsplatz und in der Freizeit, als aktiv Handelnde oder passive Konsumenten.

Informations- und Kommunikationstechnologien durchdringen unseren Alltag, die Technik verschmilzt mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs und entzieht sich unserer Wahrnehmung. Der Mensch verschwindet zunehmend aus Entscheidungsprozessen und wird zum Subjekt maschineller Handlungen.

Daten werden in kaum vorstellbaren Umfang erhoben, gespeichert, verarbeitet, ausgewertet. Bei unseren Alltagsaktivitäten hinterlassen wir Spuren, auf Basis unserer Profile versuchen Algorithmen unser Verhalten zu beeinflussen. Sie schlagen uns vor, was wir kaufen wollen, wenn wir mögen, für welche Nachrichten wir uns interessieren.

Wird gespeichertes Wissen zum Fakt erklärt, so kann es auf nahezu unwiderlegbare Weise ein Eigenleben entwickeln. Datenbasierte Algorithmen übernehmen das Ruder, egal ob es um die Bewertung von Kreditrisiken, den Handel mit Wertpapieren, das Steuern eines Autos, die Optimierung des Stromnetzes oder die Ermittlung eines Risikoaufschlages für eine Krankenversicherung geht.

In meinen Publikationen setze ich mich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des digitalen Wandels auseinander und plädiere für eine kritische Auseinandersetzung, sowohl interdisziplinär und auch unter IT-Experten.