internetOfThingsInformations- und Kommunikationsstechnologien durchdringen zunemend unsere Alltagswelt, die Technik wird allgegenwärtig und gleichzeitig weitgehend unsichtbar.

Im Internet of Things (IoT) interagieren Menschen mit Objekten und Systemen. Es ist ein hybrides Geflecht belebter und unbelebter Subjekte, die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt verschwimmen. Aus Sicht des IoT ist es vollkommen gleichgültig, ob es sich bei einem Objekt um einen Menschen oder um ein smartes Ding handelt, gemäß dem Leitsatz:

Es ist nicht wichtig, was Du bist, Hauptsache ich weiß, wo Du bist und wer Du bist.

Brauchte Orwells Big Brother noch Kameras, so werden die smarten Objekte des IoT zu „Many Brothers“ unter unbekannter Regie. Dem Menschen fehlt die sensorische Rückkopplung, er kann die Beobachter nicht wahrnehmen. Dennoch ist er als externer Stakeholder involviert. Er kann die Systeme nicht steuern, wird aber passiv eingebunden. Dies kann zu Gefühlen des Unbehagens, des Kontrollverlustes bis hin zu Aggression führen.

Externe Stakeholder sind von einem System betroffen, ohne es selbst zu nutzen.
Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der von einer Überwachungskamera in den Betriebsräumen gefilmt wird.

Beim Fernseher oder anderen elektronischen Geräte ist der moderne Mensch sensibilisiert und wittert die Technik. Aber bei Alltagsgegenständen wie Kleidung oder Warenverpackungen sieht die Sache anders aus. Aus diesem Grund sollen RFID-Tags mit Inkrafttreten der EU-Datenschutzrichtlinie durch einen Hinweis gekennzeichnet und damit für den Verbraucher „sichtbar“ gemacht werden. Der Entwurf dieser Richtlinie wurde im Juni 2015 verabschiedet, mit einem Inkrafttreten ist frühestens 2018 zu rechnen.

Die Grundeigenschaften des IoT wie Allgegenwärtigkeit, Unsichtbarkeit, Lokalisierbarkeit der Subjekte und die Identifizierbarkeit des Beobachteten, begünstigen Überwachungsszenarien in einem System unbekannter Akteure. Der Bürger kann sich dem IoT nicht entziehen, er wird oft ungefragt und ungewollt in das System eingebunden. Daraus entstehen Interessenskonflikte zwischen den Werten und Zielen der IoT-Systembetreiber und den ethischen Werten und Vorstellungen der Bevölkerung.

Wie lassen sich derartige Konflikte auflösen?
Lesen Sie mehr in meinem Artikel Smartes Panopticon.